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Bei der Oldtimer Restauration lässt sich viel selbst erledigen

Eines der interessantesten Hobbys ist das Restaurieren eines Oldtimers. Entweder man erwirbt ein altes Fahrzeug und setzt es über einen längeren Zeitraum nach und nach wieder in Stand, oder man besitzt bereits einen fahrtüchtigen Oldie und muss immer wieder etwas reparieren, um ihn fahrtüchtig zu halten. Auf jeden Fall sind Oldtimer eine kurzweilige Beschäftigung, und der Autofan sollte sich bewusst sein, dass man immer wieder mit Überraschungen zu rechnen hat. Wenn der Besitzer eines Oldtimers zum ersten Mal in der Fachwerkstatt zu hören bekommt: „Dieses Ersatzteil ist aber leider nicht mehr lieferbar …“, dann weiß der Hobbyschrauber, dass nun auch bei der Teilebeschaffung Eigeninitiative gefragt ist.

Ersatzteile im Internet
Da ist der Oldtimerfan aber heute in einer besseren Situation als noch vor einigen Jahren. Im Internet findet sich ein breites Angebot von Lieferanten, die fast jedes Ersatzteil im Angebot haben, Karosserie- oder Auspuffteile oft von mehreren Herstellern. Es besteht durchaus die Möglichkeit, Teile aus England oder den USA kommen zu lassen, und bei der ausgeprägten und oft virtuosen Bastlertätigkeit der Amerikaner erschließt sich hier ein fast unerschöpflicher Markt.

Selber reparieren oder …
Aber nicht nur Ersatzteile können mit der Zeit zum Problem werden. Oldtimer sind oft Vergaserfahrzeuge, und in der Ausbildung zum Mechatroniker wird diese Technik, die bis Ende der siebziger Jahre Standard war, nur noch am Rande behandelt. Entsprechend ist die Fachwerkstatt heute oft überfordert, wenn an der Vergaseranlage Probleme auftreten. Da hilft wieder nur, sich selber einzuarbeiten in eine oft komplizierte Materie. Aber mit dem nötigen technischen Verständnis und etwas Zeit und Geduld gelingen auch hier Reparaturen, die früher ausschließlich Spezialisten vorbehalten waren.

… besser einem Fachmann überlassen?
Dagegen wird die Oldtimer Restauration für geübte Laien immer problematisch, wenn langjährige Erfahrung nötig ist, um eine Reparatur durchzuführen. Wenn zum Beispiel der Vergaserkrümmer abgeschraubt werden soll, sitzen die Schrauben oft unlösbar fest und reißen oft ab. Nun muss in den Zylinderkopf ein neues Gewinde geschnitten werden. In der Ausbildung ist dies schon im ersten Lehrjahr ein Thema, und danach und im weiteren Berufsleben immer mal wieder. Der Geselle hat also eine lange Materialerfahrung, die der Schrauber in seiner begrenzten Praxis nie erreichen kann. Aber wenn er den Zylinderkopf doch selber angeht, kann es so enden, dass mindestens 1500 Euro abgeschrieben werden müssen. Da lohnt sich die Eigeninitiative endgültig nicht mehr.

Fazit: Alles was geschraubt, gesteckt, genietet ist, kann der versierte Bastler selbst erledigen. Wenn es aber allzu kompliziert wird und langjährige Erfahrung und besondere Kenntnisse erforderlich sind, sollte ein Spezialist in der Nähe sein.


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